Aus einer Erklärung des Europaabgeordneten Tobias Pflüger zu CIA-Geheimflügen

Pressebericht in: Junge Welt, 15.12.2005

Abgeschrieben

Aus einer Erklärung des Europaabgeordneten Tobias Pflüger zu CIA-Geheimflügen

* Zu der Affäre um die CIA-Geheimflüge erklärt der auf der Liste der PDS ins EU-Parlament gewählte Europaabgeordnete Tobias Pflüger:

Die erste Lehre aus der Affäre um die CIA-Flüge muß sein, die ausländischen Militärstützpunkte in der EU zu schließen. Denn sie sind die Infrastruktur für die Folterflüge. Der deutsche Außenminister Frank Walter Steinmeier versucht, fälschlicherweise den Eindruck zu erwecken, die Affäre um die CIA-Flüge würde »auf europäischer Ebene« untersucht. Tatsache aber ist, daß EU-Kommission und EU-Rat bisher keine Anstalten machen, eine Untersuchung auf EU-Ebene einzuleiten. EU-Innenkommissar Franco Frattini wiegelt ab, wo es nur geht, und schiebt die Verantwortung den Mitgliedstaaten zu.

Die EU hat im sicherheitspolitischen Bereich und gerade, was den sogenannten Kampf gegen den Terrorismus angeht, eine enge Kooperation mit NATO und USA vereinbart. So sind Vereinbarungen zur geheimdienstlichen Zusammenarbeit und zur schrankenlosen Übermittlung von als geheim eingestuften Informationen Teil des »Berlin-Plus-Abkommens«, daß der EU ein militärisches Vorgehen unter Rückgriff auf NATO-Kapazitäten ermöglicht. Direkt mit den USA wurde im Februar 2003 eine enge Zusammenarbeit beim Transport von Verdächtigen verabredet.

* Zu der Affäre um die CIA-Geheimflüge erklärt der auf der Liste der PDS ins EU-Parlament gewählte Europaabgeordnete Tobias Pflüger:

Die erste Lehre aus der Affäre um die CIA-Flüge muß sein, die ausländischen Militärstützpunkte in der EU zu schließen. Denn sie sind die Infrastruktur für die Folterflüge. Der deutsche Außenminister Frank Walter Steinmeier versucht, fälschlicherweise den Eindruck zu erwecken, die Affäre um die CIA-Flüge würde »auf europäischer Ebene« untersucht. Tatsache aber ist, daß EU-Kommission und EU-Rat bisher keine Anstalten machen, eine Untersuchung auf EU-Ebene einzuleiten. EU-Innenkommissar Franco Frattini wiegelt ab, wo es nur geht, und schiebt die Verantwortung den Mitgliedstaaten zu.

Die EU hat im sicherheitspolitischen Bereich und gerade, was den sogenannten Kampf gegen den Terrorismus angeht, eine enge Kooperation mit NATO und USA vereinbart. So sind Vereinbarungen zur geheimdienstlichen Zusammenarbeit und zur schrankenlosen Übermittlung von als geheim eingestuften Informationen Teil des »Berlin-Plus-Abkommens«, daß der EU ein militärisches Vorgehen unter Rückgriff auf NATO-Kapazitäten ermöglicht. Direkt mit den USA wurde im Februar 2003 eine enge Zusammenarbeit beim Transport von Verdächtigen verabredet.

Trackback URL:
https://tobiaspflueger.twoday.net/stories/1278638/modTrackback

logo
tobias pflueger DieLinke_RGB


Startseite
Über mich
Kontakt

Suche

 

RSS-Feed: Informationsstelle Militarisierung

Finanzpolitische Schieflage
Olaf Scholz rief die militaristische Zeitenwende aus...
IMI - 2026/02/04 14:35
Argumente gegen „humanitäre“ Interventionsphantasien
Dieser Text erschien zuerst in stark gekürzter Fassung...
IMI - 2026/01/30 17:16
Eine wichtige Mitteilung an unsere Mitglieder und Spender*innen
Liebe Mitglieder und Spender*innen, derzeit erstellen...
IMI - 2026/01/27 15:10
Grönland im Fokus
Zu Grönland gibt es zurzeit laufend neue Nachrichten....
IMI - 2026/01/20 13:18
Quadriga 2026: Deutschland probt die Kriegslogistik
Dieser Beitrag erschien zuerst in leicht abgewandelter...
IMI - 2026/01/20 12:57

Archiv

Status

Online seit 7814 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2013/01/26 00:43

User Status

Du bist nicht angemeldet.